Bahnhof Plüderhausen – Neue Perspektive für den Umbau

Erstellt am: 19.03.2021 – Geändert am: 01.04.2021

Körperlich eingeschränkten Personen wird es nicht einfach gemacht, am Bahnhof Plüderhausen in einen Zug zu steigen. Ein Versuch der Gemeinde, den barrierefreien Umbau über den Bund zu finanzieren, ist gescheitert. Jetzt soll das Land einspringen.

Die gute Nachricht zuerst: Im Rahmen eines Infrastrukturgesetzes für Kommunen kann das Land jetzt den barrierefreien Umbau des Bahnhofs mitfinanzieren. Möglich wäre eine Übernahme von bis zu 75 Prozent der Baukosten und 10 Prozent der Planungskosten. Eine solche Förderung sei auch bitter nötig, mahnt der Waiblinger Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer. “Im Bahnhof Plüderhausen ist der Bahnsteig nur über Treppen zu erreichen, das geht gar nicht. Keine andere Haltestelle auf der Strecke Richtung Stuttgart hat es nötiger, endlich barrierefrei umgebaut zu werden. Dass der Bahnhof bisher nicht gefördert wurde, kann ich nicht nachvollziehen, da ich eine solche Spezial-Situation sonst nirgends kenne”, so der CDU-Politiker. Joachim Pfeiffer kündigt an, sich weiter mit allen Kräften für eine Modernisierung des Bahnhofs einzusetzen.

Hintergrund: 

Eigentlich ist es Aufgabe der Deutschen Bahn, ihre Bahnhöfe zu modernisieren. Laut dem Plüderhäuser Bürgermeister Andreas Schaffer sei sie aber dieser Verpflichtung in den vergangenen Jahren nicht nachgekommen. Also musste sich die Gemeinde dazu bereit erklären, die Kosten für den Umbau selbst zu übernehmen. Helfen sollte dabei ein Sanierungsprogramm des Bundes, das Umbauten von Bahnhöfen fördert, die täglich zwischen 1.000 bis 4.000 Zusteiger aufweisen. Obwohl in Plüderhausen täglich ca. 1.500 Fahrgäste (gemessen vor Ausbruch der Corona-Pandemie) zusteigen, wurde der Bahnhof nicht im Programm berücksichtigt. Grund hierfür ist, dass die Bahn Umsteigebahnhöfe für den Umbau priorisiert und zwei andere Bahnhöfe in Baden-Württemberg im Rahmen des Programms ausgewählt hat.

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