Joachim Pfeiffer: „Einen Azubi-Mindestlohn halte ich weder für sinnvoll noch für zielführend“

Erstellt am: 17.05.2019 – Geändert am: 17.05.2019

Copyright: Markus Schwarze

Auszubildende sollen ab 2020 mindestens 515 Euro pro Monat verdienen. So sieht es ein Entwurf des Bundesbildungsministeriums vor. Joachim Pfeiffer hält von dieser Idee herzlich wenig. Er sieht in einem Mindestlohn für Azubis eine Belastung für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Betriebe im Osten. „Das kann dazu führen, dass Unternehmen weniger ausbilden. Das wäre angesichts des demografischen Wandels und des dadurch verursachten Fachkräfteengpasses kontraproduktiv und sicher nicht in unserem Interesse. Außerdem ist der Staat nicht dazu da, in die Rolle der Tarifpartner zu schlüpfen. Wir sollten unser bewährtes duales Ausbildungssystem nicht so leicht mit dirigistischen Eingriffen des Staates aushöhlen“, moniert Joachim Pfeiffer die Pläne des Berufsbildungsgesetzes, mit dem zum ersten Mal eine Untergrenze per Gesetz für die Vergütung von Auszubildenden angeordnet werden soll. Am Mittwoch hat das Kabinett den Gesetzentwurf beschlossen.

 

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