Joachim Pfeiffer: Energieversorgung braucht Multilateralität

Erstellt am: 07.06.2019 – Geändert am: 07.06.2019

Quelle: Deutscher Bundestag

Am gestrigen Donnerstag debattierten die Abgeordneten des Bundestages auf Verlangen der AfD in einer Aktuellen Stunde über das Thema „Souveränität in der Energieversorgung sichern – Sanktionspolitik bei Nord Stream 2 entgegentreten“. Für die CDU/CSU sprach u.a. Joachim Pfeiffer. In seiner Rede bekannte er sich klar zu einem multilateralen Ansatz, der gerade auch in der Energieversorgung bedeutsam sei. „Nord Stream 2 stärkt die Souveränität und Multilateralität, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit“, so Pfeiffer. Damit sei das Gaspipeline-Projekt im Interesse Deutschlands und Europas. Ohnehin nähme angesichts des Kohle- und Atomausstiegs der Gasverbrauch zu. Künftig würden erneuerbare Energien und Gas das Rückgrat der Energieversorgung bilden. Er rechnete vor, dass durch die Gaslieferungen aus Nord Stream 2 und aus anderen Quellen, wie Flüssiggas, Eigenproduktion oder Speicherkapazität, rund 200 Prozent des Bedarfs gedeckt werden könnten. Über alle Parteien hinweg gab es eine deutlich Mehrheit, die das Projekt unterstützte. Auch mit den USA müsse mit Hinblick auf die Sanktionsdrohungen die Multilateralität ins Zentrum der Diskussion gestellt werden. „Wenn es drauf ankommt, muss Deutschland hier aber auch auf Unabhängigkeit und Souveränität setzen“, so Pfeiffer am Ende seiner Rede. Hören Sie sich hier die vollständige Plenarrede an.

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