Rückenwind für deutsche Unternehmen

Erstellt am: 28.05.2021 – Geändert am: 28.05.2021

Mit dem Gesetz zur Modernisierung der Körperschaftsteuer wird eine Forderung der Unionsfraktion nach zweijährigen Verhandlungen endlich umgesetzt. Konkret bedeutet das: Personenhandelsgesellschaften können sich wie Körperschaften besteuern lassen. Damit werden die steuerlichen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen im internationalen Steuerwettbewerb verbessert.

Kern des Gesetzentwurfs ist die von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geforderte Möglichkeit, als Personenhandelsgesellschaft zur Körperschaftsteuer zu optieren. Gewinne einer offenen Handelsgesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft unterliegen beim jeweiligen Gesellschafter in der Spitze einer Einkommensteuerbelastung von fast 50 Prozent. Mit Ausübung der Option können solche Gesellschaften die Gewinne zunächst auf Unternehmensebene mit einem Steuersatz von 29,83 Prozent verrechnen.

„Mit dieser Möglichkeit können optierende Personengesellschaften ihre Steuerbelastung vorerst senken und die im Unternehmen verbleibenden Gewinne reinvestieren, um kraftvoll aus der Krise zu kommen”, kommentiert dazu Joachim Pfeiffer.

Darüber hinaus hält die CDU/CSU-Fraktion zu der Optionsmöglichkeit auch die dringend erforderlichen Verbesserungen bei der Begünstigung nicht entnommener Gewinne (sog. Thesaurierungsbegünstigung) weiterhin für notwendig. Damit wäre es Personengesellschaften möglich, mit wenig bürokratischem Aufwand eine niedrigere Belastung für nicht ausgeschüttete Gewinne zu erzielen. 

Im Übrigen wird mit diesem Gesetz die Investitionsfrist bei der Übertragung stiller Reserven um ein Jahr verlängert. Bisher muss der Gewinn aus der Veräußerung eines im Betriebsvermögen gehaltenen Gebäudes innerhalb von vier Jahren reinvestiert werden, um die stillen Reserven nicht aufzudecken. Aufgrund der Pandemie wurde dieser Zeitraum verlängert, wenn die Investition in die Jahre 2020 und 2021 fällt.

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